Engobemalerei

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Der Grundstoff für die Engobemalerei ist die Engobe. Sie besteht aus feuchtem ungebrannten Ton, welcher mit Pigmenten oder Metalloxiden eingefärbt wurde. Engoben finden aber auch ungefärbt ohne Beimengung von Farbstoffen Verwendung. Je nach Verwendungsart wird die Engobe mit Wasser verdünnt, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Maltechnik mit Geschichte

Bei der Engobemalerei handelt es sich um eine der ältesten Maltechniken der Menschheit. Steinzeitfunde belegen, dass schon Jäger und Sammler ihre Tongefäße mit Engobeornamenten verzierten. Die Bemalung mit Engobe bietet bis heute unzählige Dekormöglichkeiten für Keramik.

Wann kommen Engobefarben zum Tragen?

Engoben sind zur dekorativen Gestaltung auf dem noch ungebrannten Ton gedacht. Wenn sich das Tonobjekt im lederharten Zustand befindet, ist der ideale Zeitpunkt für die Bemalung mit Engobe gekommen. Der ist erreicht, wenn der Ton noch etwas feucht ist, sich aber auf leichten Druck nicht mehr verformt.

Engobe lässt sich flächig, aber auch als Muster oder Ornament auftragen. Der noch leicht feuchte Untergrund entzieht der aufgetragenen Engobe das Wasser. Je trockener das Werkstück ist, desto flüssiger sollte die Engobe für die Bemalung sein.

Wie entsteht die braune Farbe?

Grund dafür ist unter anderem Braunstein, ein Manganmineral, das in der Regel in Pulverform vorliegt. Dieses wird bei Glasuren aber auch in der Tonverarbeitung oder in Engoben verwendet, und sorgt für die gesunde keramisch braune Färbung verantwortlich ist.

Ein Material – verschiedene Auftragstechniken

Engobe mit dünnflüssiger Konsistenz lässt sich besser mit dem Pinsel, etwas dickflüssigere eher mit dem Malhorn auftragen. Dabei handelt es sich um eine Art Gummiball mit Tülle, der mit der Engobe befüllt wird. Damit lassen sich ganz einfach Muster und Linien auf das Werkstück aufbringen.

  • Sollen sich kontinuierlich wiederholte Muster exakt gleichen, kann eine zuvor gefertigte Schablone nützlich sein.
  • Das Arbeiten mit Abdeckwachs ist ein weiteres Hilfsmittel zur Bemalung. Dabei werden alle Flächen, die unbemalt bleiben sollen, mit einer dünnen Wachsschicht versehen. Der Rest wird im Anschluss mit Engobe eingefärbt. Das Wachs verbrennt und es bleiben keine Rückstände übrig.
  • Eine weitere Variante der Bemalung mit Engoben ist die Sgraffitotechnik. Hierbei wird das gesamte Werkstück zunächst mit einer dünnen Schicht Engobe überzogen. Nach einigen Minuten Trockenzeit lassen sich mit einem beliebigen Werkzeug – sei es ein Holzstäbchen, eine Stricknadel oder eine Gabel – Ornamente und Muster in die Oberfläche ritzen. Dadurch kommt der darunterliegende Ton zum Vorschein.
  • Soll das Werkstück homogen eingefärbt werden, lässt sich dies am besten mit Tauchen oder Schütten bewerkstelligen.

Zweimaliges Brennen

Beim Schrühbrand verbinden sich die Engobefarben fest mit dem Ton. Meist erhalten Werkstücke mit Engobemalerei danach noch einen transparenten Glasurbrand. Erst die Glasur bringt die Farben der Engobe zum Strahlen.

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