Majolika

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Der Name rührt von der Baleareninsel Mallorca her, über die Keramiken aus dem nordafrikanischen Raum nach Europa versandt wurden. Die Majolika kennzeichnet ein naturfarbener Scherben aus weißem, rotem, gelbem oder schwarzen Ton, welcher porös ist.

Das fertig geformte Gefäß wird bei mäßiger Temperatur einem ersten Brand („Schrühbrand”) ausgesetzt. Anschließend wird der Scherben mit einer weißen Zinnglasur unterglasiert. Diese bildet eine saugfähige Schicht für die nun folgende Malerei oder Einfärbung mit Majolikafarben, die auch Scharffeuerfarben genannt werden. Die Farben können zum Beispiel mit einem Pinsel aufgetragen oder auch aufgedruckt werden.

Die Majolikatechnik ist besonders beliebt bei der Fliesenmalerei. Es lassen sich aber nicht nur Muster, sondern auch Abbildungen von zum Beispiel Pflanzen und Tieren sowie Landschaften wunderbar auftragen. Werden die Farben nur einmal, also nicht besonders dick aufgetragen, so entsteht der Eindruck als sei mit Wasserfarben gemalt worden.

Beim zweiten Brand verschmilzt die Unterglasur mit den Majolikafarben zu einer wasserdichten Keramik. So entstehen zum Beispiel kunstvoll bemalte Keramiktassen.

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