Porzellan

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Porzellan Tassen Untertassen Weiß Blaues Muster

Porzellan bezeichnet eine feine weiße Keramik aus Kaolin, Feldspat und Quarz, die bei sehr hohen Temperaturen gebrannt wird. Es ist besonders hart und widerstandsfähig und wird daher in der Keramikwerkstatt häufig zur Herstellung von Geschirr verwendet.

Blick zurück in die Porzellangeschichte

Erste Porzellanfunde in Ägypten und Mesopotamien gehen auf das vorchristliche Zeitalter zurück. Ab 600 n. Chr. begann man auch in China mit der Porzellanherstellung. Marco Polo brachte Ende des 13. Jahrhunderts von seinen Entdeckungsreisen nach China erstmals die Kunde vom “weißen Gold” nach Europa. Von da an versuchten sich auch europäische Produzenten in der Porzellanherstellung. Erst Johann Friedrich Böttger aus Meißen gelang es um 1700 das Geheimnis um die Zusammensetzung der weißen Keramik zu lüften. Damit war der Grundstein für das berühmte Meißner Porzellan gelegt.

Warum ist Porzellan weiß?

Einer der Grundstoffe von Porzellan ist Kaolin – auch Porzellanerde genannt. Bei Kaolin handelt es sich um einen besonders feinen weißen Ton, der erst bei sehr hohen Brenntemperaturen zu sintern, also zu schmelzen beginnt. Aufgrund seiner reinen weißen Farbe dient der Ton als Grundlage für die Herstellung von Porzellan.

Welche Porzellanarten gibt es?

Porzellan wird in Hartporzellan und Weichporzellan unterschieden. Dies ist abhängig davon, wie hoch der Kaolinanteil an der Porzellanmasse ist und bei welcher Temperatur der Ton gebrannt wird. Hartporzellan besteht zu etwa 50 % aus Kaolin, zu 25 % aus Quarz und zu weiteren 25 % aus Feldspat. Bei Weichporzellan kehrt sich das Verhältnis von Kaolin und Quarz nahezu um. Es enthält 45 % Quarz und nur 25 % Kaolin – der Rest von 30 % entfällt auf Feldspat.

Was ist der Unterschied zu Keramik?

Der Unterschied liegt hauptsächlich im sogenannten Sinterverhalten. Es beschreibt das Ausschmelzen und sich miteinander Verbinden der einzelnen Bestandteile einer keramischen Masse. Im Gegensatz zu gängiger Keramik und Steinzeug kristallisiert der in der Porzellanmasse enthaltene Feldspat beim Abkühlen nicht aus. Dies verleiht der gebrannten Porzellanmasse nicht nur eine besondere Härte und Dichte, sondern auch eine gewisse Lichtdurchlässigkeit (Transluzenz). Dies wird vor allem bei dünnwandigen Gefäßen deutlich sichtbar.

Porzellan ist beständig gegen Laugen und Säuren. Dies macht es besonders geeignet für Geschirr, denn es bleibt unempfindlich für die Säure in Essig oder Zitrusfrüchten. Durch den hohen Härtegrad hält Hartporzellan außerdem hohen mechanischen Belastungen durch Abrieb und Ritzen stand. So zeigen Porzellanteller selbst nach langem Gebrauch keine Abnutzungserscheinungen durch Besteck. Porzellangeschirr ist härter als Geschirr aus Steinzeug. Physikalisch gesehen ist das Material sogar härter als Stahl. Daher werden häufig auch Mörser aus Hartporzellan hergestellt.

Porzellan wird nicht umsonst als weißes Gold bezeichnet. Auch in der kleinen Keramikwerkstatt ist der edle weiße Ton nach wie vor sehr gefragt. Töpfer stellen daraus handgefertigtes Geschirr mit Wiedererkennungswert her, das nirgendwo sonst so zu bekommen ist.

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