Umdruckverfahren

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Bei der Umdrucktechnik erstellt die Töpferei mittels verschiedenster Druckverfahren eine Vorlage, mit deren Hilfe sich Motive oder Schrift auf Keramik übertragen lassen. Mit dem Umdruckverfahren können auch Fotos auf Steingut, Steinzeug und Porzellan aufgebracht werden.

Umdruckverfahren von den Anfängen bis heute

Die Umdrucktechnik wurde bereits 1756 in England erfunden. In den Anfängen dienten Platten aus Holz, Stein, Kupfer oder Stahl, um eine Vorlage des Motivs herzustellen. Ende des 19. Jahrhunderts kamen lithografische Techniken hinzu, mit deren Hilfe sich sogar fotografische Abbildungen auf Keramik übertragen ließen. Das Umdruckverfahren ermöglichte die industrielle Serienproduktion von dekorierten Tonwaren.

Erst sehr spät hielt das Drucken auf Ton auch in kleinen Töpfereien Einzug. Lange Zeit war die Umdrucktechnik, die mit industrieller Fertigung in Verbindung gebracht wurde, bei künstlerisch gestalteter Keramik verpönt. Einer der ersten und wohl auch berühmtesten Keramikkünstler, der sich des Umdruckverfahrens bediente, war kein geringerer als Picasso.

In den Siebzigerjahren entdeckten auch andere Keramiker das gestalterische Potenzial der Umdrucktechnik und nutzten sie mehr und mehr zum Dekorieren ihrer handgemachten Stücke. Heute ist das Umdruckverfahren integraler Bestandteil vieler Keramikwerkstätten. Kein Wunder – bietet es doch faszinierende neue Gestaltungsmöglichkeiten in der Töpferei.

Wie funktioniert das Dekorieren im Umdruckverfahren?

Das Umdruckverfahren lässt sich heute mit einer Vielzahl verschiedenster Techniken realisieren – vom traditionellem Siebdruck und Offsetdruck über fotografische Verfahren bis hin zu modernem Digitaldruck.

Die in kleinen Töpfereien gängigste Technik: Der Keramikkünstler erstellt am Computer eine entsprechende Vorlage, die er mit Laserdrucker ausdruckt. Dann nutzt er ein spezielles gummibeschichtetes Trägerpapier, das mit einer Mischung aus Metalloxiden, Flussmittel und Öl eingefärbt wird. Der Transfer auf das Werkstück funktioniert ähnlich wie ein Abziehbild. Das angefeuchtete, eingefärbte Papier wird auf den lederharten Ton aufgelegt und angedrückt. Nun lässt der Töpfer etwas antrocknen und zieht das Papier ab – das Motiv ist auf die Keramik übertragen.

Drucken auf Keramik ist auch in kleinen Töpfereien mehr und mehr Thema. Die Umdrucktechnik erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten beim Dekorieren von Keramik erheblich und lässt noch mehr Spielraum für Fantasie. Mit dieser Technik lässt sich nahezu jedes Motiv auf Keramik übertragen – vom Notenblatt über filigrane Zeichnungen bis hin zu Fotos. Entdecke in unserem Keramik Online Shop, was mit Umdruckverfahren alles möglich ist.

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